Das Wanderfischprogramm

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 Das Lachsprogramm an der Rur
 

Seit 1995 ist der KFV Düren Mitglied im Lachsprogramm NRW

(heute Wiedereinbürgerungsprogramm für Langdistanzwanderfische)

Durch die Initiative des KFV Düren, insbesondere des Vorsitzenden Hermann Josef Koch und des damaligen Gewässerwartes Josef Lehmacher und unseres Mitgliedes und jetzigen Vorsitzenden der Hegegemeinschft Rur, Heinz Josef Jochims, gehört die RUR zum Wiedereinbürgerungsprogramm NRW.

Neben Sieg, Wupper und Dhünn, sowie der Weser (im NRW-Gebiet) gehört die Eifelrur zu den Haupt Programmgewässern.

          Der erste Lachs nach über 100 Jahren in der Rur

Der 1. Lachs nach über 100 Jahren in der Rur

 

 

1996 ist der KFV Düren aktiv in das Lachsprogramm NRW eingestiegen. Seit dieser Zeit werden jährlich ca. 100.000 Lachsbrütlinge in die Rurstrecken  Kreuzau-Düren ausgesetzt. Im November 2004 wurde nach über 100 Jahren der erste Lachs in der Rur bei Heinsberg nachgewiesen.  Er wog 3450g bei einer Länge von 74cm.
   Foto: Heinz Egalite'

 Ein Erfolg des Kreisfischereiverein Düren und der Mitstreiter im Lachsprogramm

Inzwischen sind Heinz Josef Jochims und Heinz Egalite' die maßgeblichen Ansprechpartner im Wanderfischprogramm an der Eifelrur.

Heinz Egalite' trägt mit seiner aufopferungsvollen

 Arbeit im Bruthaus des Kreisfischereivereins,

sowie an den Fangstationen Obermaubach

   Heinz Josef Jochims, Vorsitzender der                                                                                                                    und Autobahn A4, zum Gelingen des "Hegegemeinschaft Rur" im Element  !                                                                                                                                                              Ganzen bei.

 

 

Heinz Josef Jochims ist für die Kontrollbefischungen,

(Effizienzkontrollen) mit dem Elektrofanggerät, in Rur, Kall

und Wehebach, sowie

der Zusammenarbeit und

Koordination mit den

niederländischen Aktiven zuständig.

Bei seiner Arbeit steht im eine

tatkräftige Helfertruppe aus dem

Raume Heinsberg zur Verfügung.

 

 

 

 

 

Heinz Egalite' bei der Einweisung der Bruthaushelfer, vor der

neuen Bruthaussaison. Auch für die Fangstationen, stehen

ihm neben Mitgewässerwart Johann Josef Hermanns, die

Mitglieder Johann Wollseifen und Karl Heinz Novotny

hilfreich zur Seite.

 

Es gehört viel Engagement dieser beiden und ihrer Helfer dazu, den Lachs, in der Eifelrur wieder heimisch zu machen.

Hoffen wir, dass ihre Motivation noch lange erhalten bleibt und ihre Arbeit in ein paar Jahren von Erfolg gekrönt wird.

Unseren Dank für das bisher geleistete haben sie sich jetzt bereits verdient!

 

 

 

 Erstbesatz in der Kall

 

Ein halbes Jahr, nachdem am Stausee Obermaubach durch die neue Fischtreppe, Ende 2007 die Durchgängigkeit hergestellt wurde, setzte man in der oberhalb liegenden Kall, im Mai 2008 ca. 10.000 Lachsbrütlinge aus.

 

Vom Kartierungsergebnis her, welches die Fläche an besatzgeeignetem Habitat wiedergibt, wäre in der Kall ein Besatz von 72.000 Lachsbrütlingen möglich. Die Kall ist also theoretisch hervorragend als Kinderstube für Junglachse geeignet. Durch ihren natürlichen Verlauf in schwer zugängigem Gelände, erweist es sich aber äußerst schwierig, die Lachsbrut an die entsprechenden Stellen des Flusses zu transportieren.

Das aber die Lachse hier aufwachsen, beweist die vor kurzem gestartete Kontrolle der absteigenden Fische in der neuen Fangstation am Stausee. Hier wurden von Januar bis März 2009 bereits  7 abstiegswillige Lachssmolts registriert.

 

 

Rechts sehen wir unseren Freund H.J. Jochims bei der Effizienskontrolle. Elektrobefischung zur Feststellung der Überlebensrate der eingebrachten Lachsbrut

 

 

 

 

Eine sehr schöne Bildergalerie, von Heinz Josef Jochims, zum Erstbesatz in der Kall und zum Lachsprogramm, finden Sie hier.

 

 Bildergalerie Kall

                                                            ( © H.J. Jochims)

 

 

 Roermond
 

Am Mittwoch, den 13. August 2008, begann die Aufstiegssaison an der Rur mit einem Paukenschlag.

In der Fangstation ECI Roermond wurde ein Lachs von 97 cm Länge gefangen.

Gerade mal 2 Tage war die Fangstation in Betrieb, als dieser schöne Rogener von 97 cm Länge gefangen wurde.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos:Thijs Belgers

Seit dem 11. August  2008 läuft an der Fangstation lediglich ein Probebetrieb, bis am 1. September offiziell der Fang beginnt.
Da aus diesem Grund noch kein wirksames Betäubungsmittel verfügbar war, verzichteten die Leute vor Ort darauf den sich heftig wehrenden Fisch zu markieren. Er wurde lediglich vermessen und fotografiert.
Danach wurde er oberhalb der Wasserkraftanlage wieder zurückgesetzt.
Die silberne See-Färbung des Lachses zeigt an, dass das Tier sehr schnell aufgestiegen ist und sich nur kurze Zeit im Süßwasser aufgehalten hat. Da es in den letzten Wochen verschiedentlich Hochwasserspitzen gab, ist zu vermuten, dass schon vor Beginn des Monitorings an der ECI Lachse aufgestiegen sind, welche nicht registriert wurden.

So kann es weitergehen !
Bericht von H.J.Jochims (Hegegemeinschaft Rur)

Und es ging weiter, denn bereits am 19.08.2008 erreichte uns folgende Nachricht unseres nl. Mitstreiters  Thijs Belgers:

Hallo mensen,

Vandaag hebben we de tweede zalm in een week tijd gevangen in de ECI-vistrap. Na de dame van donderdag, 97 cm, nu een heer van 57 cm.

 

 

Met groet, Thijs Belgers

 

Thijs Belgers ist in Roermond ebenfalls ehrenamtlich für die Fischerei und das Wiedereinbürgerungsprogramm an  Roer und Overmaas tätig und einer unserer wichtigsten Ansprechpartner.

"Oder einfach ausgedrückt, der Jochims der Niederlande"

 

 

 Ein später Lachs in der Hambeek

 (2. Mündungsarm der Rur in Roermond)


Für den 5. Januar 2008 ergab sich die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mir dem niederländischen Wasserverband den Bereich der Hambeek und des so genannten Balgstaus zu befischen. Die Hambeek war fast trocken gefallen, so dass ein Watfischen möglich war.
Die Hoffnungen auf Wandersalmoniden waren aufgrund des späten Termins nicht sehr hoch. Um so erstaunlicher, dass im oberen Bereich der Hambeek noch ein Lachs nachgewiesen werden konnte.
Es handelte sich um einen Milchner mit einer Länge von 55 cm, ein so genannter Grils. Dies bedeutet, er war nur 1 Jahr im Meer.


Insgesamt wurden ca. 20 Arten gefangen, darunter zahlreiche aus dem Meer aufge-stiegene  Flussneunaugen. In der nächsten Saison haben wir zur Kontrolle der Aufsteiger  am Kraftwerk direkt, als auch an der Hambeek Fangstationen zur Verfügung. Dann werden wir erstmals für die Rur verlässliche Zahlen zum Aufstieg haben und nicht mehr auf Zufallsfänge angewiesen sein.

Text und Bilder © H-J. Jochims   (Hegegemeinschaft Rur)

Zu den Aktivitäten der niederländischen Mitstreiter im Lachsprogramm "Waterschap Roer en Oermaas" erfahren Sie mehr unter:

www.overmaas.nl

 

Mehr zum Wanderfischprogramm in NRW                        www.wasserlauf-nrw.de

 

Stand: 19. Januar 2012                TOP   Home  Zurück   Die Fangstationen   Das Bruthaus   Biologie&Chemie